Flow of Forms – Designgeschichten aus Mombasa #museumweek2018 #cityMW #FlowOfForms

Wir nehmen Teil an der Museumweek 2018 

#MuseumWeek

Heutiges Thema ist:

#cityMW

Designgeschichten aus unserer Ausstellung #FlowOfForms

Museumweek, Museum für Völkerkunde, Flow of Forms, Ausstellung, Europa, Afrika
Ernst May
Hotel Oceanic: Mombasa (Modell) 1950-58
Verschiedene Materialien
Sammlung Deutsches Architekturmuseum DAM, Frankfurt a.M.
Foto: © Christina Leitow / Museum für Völkerkunde Hamburg

Das Hotel Oceanic in Mombasa des von 1934 bis 1954 in Ostafrika im Exil lebenden Architekten Ernst May, der zu den wichtigsten Vertretern des neuen Bauens gehörte, entstand an der Schwelle zur politischen Unabhängigkeit in Afrika. Das Hotel ist ein Beispiel für den „Tropischen Modernismus“, der die klimatischen Voraussetzungen in der Architektur berücksichtigt. Nach der Unabhängigkeit Kenias 1963 wird das Hotel zum Wahrzeichen und Schaufenster der jungen Nation. Es steht aber auch für das Fortbestehen kolonialer Architekten-Netzwerke in der Postkolonie. Das Hotel Oceanic wurde im Jahr 2000 abgerissen.

The Hotel Oceanic in Mombasa planned by the German architect Ernst May, one oft he most important figures of „Neues Bauen“, who lived in exile in east Africa from 1934-1954, is one oft the first modern hotel architectures in Africa and was built on the threshold to political independence in Africa. It is an example of „tropical modernism“, which takes into account climatic conditions in it´s architecture. After Kenyan independence 1963, the hotel became a landmark and showcase oft he young nation. But it also represents the persistence of old colonial networks of architects in the post-colonial world. Hotel Oceanic was demolished in 2000.

Ausstellung bis 19. August 2018:

Designgeschichten zwischen Afrika und Europa
Flow of Forms / Forms of Flow

Die Ausstellung gibt Einblicke in die pulsierenden Kreativszenen auf dem afrikanischen Kontinent mit einer beeindruckenden Auswahl an Beispielen gegenwärtigen Designs.

Prozesse der Formfindungen werden als Resultate eines wechselseitigen Austausches zwischen Afrika und Europa, aber auch zwischen alltäglichen und älteren gestalterischen Grundlagen betrachtet.

Designgeschichten global zu verorten, bedeutet einerseits von Gestaltung als einer überall anzutreffenden Praxis auszugehen, andererseits verbindet sich damit auch eine Reflexion des eurozentristischen Blickes auf afrikanisches Design, der oftmals bis heute von simplen Gegensätzen wie traditionell/modern, handwerklich/industriell, formell/informell geprägt ist.

Dabei erkundet die Ausstellung ebenso, wie gegenwärtige Lebensumstände kreative Lösungen hervorbringen, die den Lebensvollzug unter manchmal schwierigen Bedingungen zu erleichtern suchen und eigene Traditionen neu für die Gegenwart interpretieren.

Designer_innen und Künstler_innen:
David Adjaye for KnollTextiles, Àga Concept, Kossi Aguessy, Karo Akpokiere, Black Coffee, Laurence Bonvin, Paolo Cascone / COdesignLab, Sonya Clark, Matali Crasset & Bulawayo Home Industries, Cucula, Cheick Diallo, Dokter and Misses, Nana Kwaku Duah II, Michael Gathogo Githinji, Front & Siyazama Project, Fundi Bots, Eric van Hove, I.AM.ISIGO, Yinka Ilori, Jean Katambayi Mukendi, Wanuri Kahiu, Markus Kayser, Ladi Kwali, Lumkani, Abu Bakarr Mansaray, Michael MacGarry, Ernst May, Emo de Medeiros, Vincent Michéa, The Nest Collective, Laduma Ngxokolo, Karl Ernst Osthaus, Victor Papanek, Shem Paronelli Artisanal, Simone Post, Rethaka, Walther Schmidt, Kofi Setordji, Palash Singh for STEP/The New Basket Workshop, Studio Formafantasma, Studio Sikoki, Kër Thiossane, Fatimah Tuggar, Obiora Udechukwu, Marjorie Wallace for Mutapo Handmade Pottery, Jules Wokam, unbekannte Künstler der Edo, Kete, Kuba, Lele, Tschokwe, Yoruba und unbekannte Künstlerinnen der amaXhosa

Die Ausstellung wurde kuratiert von Prof. Dr. Kerstin Pinther, Dipl. Des. Alexandra Weigand M.A und Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, den TURN Fonds der Kulturstiftung des Bundes, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

 

Schreibe einen Kommentar