Flow of Forms / Forms of Flow – Designgeschichten zwischen Afrika und Europa #museumweek2018 #womenMW #FlowOfForms

Wir nehmen Teil an der MuseumWeek und berichten heute aus unserer aktuellen Sonderausstellung #FlowOfForms
über Designgeschichten von Frauen

#MuseumWeek #womenMW

 

Flow of Forms, Hamburg,Museum für Völkerkunde, Ausstellung, Design, Europa, Afrika
FOTO:
Kishwepi Sitole + Front, Story Vases
Editions in Craft, Front & Siyazama Project
© Paul Schimweg / Museum für Völkerkunde Hamburg

Die Perlenarbeiten der Zulu vermitteln Botschaften über Muster und Farben.
Diese „Kulturtechnik“ einer mündlich-bildlichen Übertragung war Ausgangspunkt der Zusammenarbeit zwischen schwedischen Designerinnen von Front und den Frauen des Siyazama Project in Kwa-Zulu-Natal, das Ende der 1990er Jahre im Kontext gesundheitlicher Aufklärung über HIV/Aids entstand.

Symbolische Kommunikationsformen werden hier ins Konkrete übertragen:
Die Texte auf den Story Vases erzählen vom Alltag der Frauen im ländlichen Südafrika der Postapartheid.

The glass bead craft of the Zulu communicates messages by means of patterns and colours. This “cultural technique” of oral-visual transmission was the starting point for the cooperation between Swedish designers of Front and the women of the Siyazama Project in Kwa-Zulu-Natal, which emerged within the context of health education to combat the spread of HIV/AIDS during the late 1990s.

Symbolic forms of communication are given concrete form: the texts on the Story Vases tell us about their everyday experience as women in rural post-Apartheid South Africa.

Unsere neue Sonderausstellung läuft bis 19. August 2018:

Designgeschichten zwischen Afrika und Europa
Flow of Forms / Forms of Flow

Die Ausstellung gibt Einblicke in die pulsierenden Kreativszenen auf dem afrikanischen Kontinent mit einer beeindruckenden Auswahl an Beispielen gegenwärtigen Designs.

Prozesse der Formfindungen werden als Resultate eines wechselseitigen Austausches zwischen Afrika und Europa, aber auch zwischen alltäglichen und älteren gestalterischen Grundlagen betrachtet.

Designgeschichten global zu verorten, bedeutet einerseits von Gestaltung als einer überall anzutreffenden Praxis auszugehen, andererseits verbindet sich damit auch eine Reflexion des eurozentristischen Blickes auf afrikanisches Design, der oftmals bis heute von simplen Gegensätzen wie traditionell/modern, handwerklich/industriell, formell/informell geprägt ist.

Dabei erkundet die Ausstellung ebenso, wie gegenwärtige Lebensumstände kreative Lösungen hervorbringen, die den Lebensvollzug unter manchmal schwierigen Bedingungen zu erleichtern suchen und eigene Traditionen neu für die Gegenwart interpretieren.

Designer_innen und Künstler_innen:
David Adjaye for KnollTextiles, Àga Concept, Kossi Aguessy, Karo Akpokiere, Black Coffee, Laurence Bonvin, Paolo Cascone / COdesignLab, Sonya Clark, Matali Crasset & Bulawayo Home Industries, Cucula, Cheick Diallo, Dokter and Misses, Nana Kwaku Duah II, Michael Gathogo Githinji, Front & Siyazama Project, Fundi Bots, Eric van Hove, I.AM.ISIGO, Yinka Ilori, Jean Katambayi Mukendi, Wanuri Kahiu, Markus Kayser, Ladi Kwali, Lumkani, Abu Bakarr Mansaray, Michael MacGarry, Ernst May, Emo de Medeiros, Vincent Michéa, The Nest Collective, Laduma Ngxokolo, Karl Ernst Osthaus, Victor Papanek, Shem Paronelli Artisanal, Simone Post, Rethaka, Walther Schmidt, Kofi Setordji, Palash Singh for STEP/The New Basket Workshop, Studio Formafantasma, Studio Sikoki, Kër Thiossane, Fatimah Tuggar, Obiora Udechukwu, Marjorie Wallace for Mutapo Handmade Pottery, Jules Wokam, unbekannte Künstler der Edo, Kete, Kuba, Lele, Tschokwe, Yoruba und unbekannte Künstlerinnen der amaXhosa

Die Ausstellung wurde kuratiert von Prof. Dr. Kerstin Pinther, Dipl. Des. Alexandra Weigand M.A und Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, den TURN Fonds der Kulturstiftung des Bundes, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

 

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