MfVHH 001: Uri Korea – Ruhe in Beschleunigung

 

Podcast des Museums für Völkerkunde Hamburg

Dr. Susanne Knödel, Abteilungsleiterin Ost- und Südasien, und Katharina Süberkrüb, wissenschaftliche Assistentin am Museum für Völkerkunde, sprechen über die aktuelle Sonderausstellung „Uri Korea“, die in deutsch-koreanischer Kooperation entstand. In diesem Podcast stellen beide ihre jeweiligen Lieblingsobjekte vor:

Dieser Stellschirm aus dem 19. Jahrhundert ist mit sechs Bildern versehen. Die auf ihm dargestellten Figuren und Geschichten stammen ursprünglich aus China, wurden für diesen Stellschirm aber „koreanisiert“, was an Kleidung der Personen und der Landschaft zu erkennen ist.

Das Räucher- und Handwärmegefäß des 19. Jahrhunderts zeigt verschiedene Szenen aus chinesischen Gedichten. Die Kenntnis der Gedichte zeugte von Bildung in der koreanischen Oberschicht.

Das Plakatmotiv der Sonderausstellung zeigt dieses Frauenportrait einer Koreanerin. So ein Portrait kann durchaus als modern und feministisch bezeichnet werden, da bis ins 19. Jahrhundert koreanische Frauen nicht portraitiert wurden, höchstens auf Ahnenbildern.

Eine Hochzeit war der perfekte (und für viele Koreaner einzige) Anlass, bunte Kleidung zu tragen. Dieses rote Hochzeitsgewand ist auf der Rückseite verzierter als auf der Vorderseite, da man diese aufgrund der Körperhaltung der Braut während der Zeremonie kaum sah.

Eine der wissenschaftsgeschichtlich sehr bedeutenden und nun erstmals ausgestellten koreanischen Landkarten ist die „Karte des großen Ostreiches“. Kim Jong Ho erstellte 1861 diese Karte, die so genau ist, dass sie an moderne GPS-Messungen heranreicht.

 

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