Mit der Abschlussarbeit nach Hamburg #SifnosHH

Mein Name ist Vivian Graé, ich habe die Ausstellung „Sifnos …Poesie des Lichts“ kuratiert, die am Freitag, den 15. Juli eröffnet wird. Gerade stecken wir mitten in den letzten Vorbereitungen …

Ich komme aus einem überschaubaren Städtchen im Kreis Soest, in Werl. Studiert habe ich Innenarchitektur an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold. Was mich zusätzlich begeistert, sind die umweltsoziologischen Aspekte des Wohnens in fremden Kulturen.

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Ausstellungsdesignerin Vivian Graé beim Aufbau der Sonderausstellung „Sifnos …Poesie des Lichts“. Foto: Arne Bosselmann

Ich frage mich beim meiner Arbeit zum Beispiel: Welche Ansprüche stellen die Bewohner an ihre Wohnumwelt? Wie sieht es hinter den Kulissen aus? Wie leben und arbeiten die Menschen in Millionenstädten im Gegensatz zur Landbevölkerung? Und wie viel Platz benötigen Menschen wirklich?

Studienstipendien führten mich vor einiger Zeit zum Beispiel nach Südostasien. Dort konnte ich ein eigenständiges Forschungssemester zu dem Thema Wohnkulturen Südostasiens durchführen und vier Monate lang mit Einheimischen zusammenleben. Mit dem Rucksack durch sechs Länder reisend und mit meiner bisherigen Lehre im Gepäck, habe ich versucht zu lernen, verantwortungsvoll mit mir selbst und dem Wohnraum um mich herum umzugehen.

Meine Bachelorarbeit befasste sich dann mit einem Ausstellungskonzept als raumsoziologische Arbeit über die Architektur und Sozialkultur einer griechischen Insel namens Sifnos. Verknüpft war dieses Projekt mit einer 10-tägigen Exkursion nach Athen, Piräus und der Kykladeninsel Sifnos in der Ägäis. Schwerpunktmäßig habe ich mich dabei auf die menschenorientierte Planung konzentriert.

Vivian Graé unterwegs auf der griechischen Insel Sifnos
Vivian Graé unterwegs auf der griechischen Insel Sifnos

Ich war fasziniert davon, wie eine Architektur Jahrhundertelang immer gleich funktionieren und von Generation zu Generation weitergetragen werden kann. In der Ausstellung „Sifnos …Poesie des Lichts“ lernt der Museumsbesucher einen Ausschnitt aus dieser Welt kennen.  Spürbar wird die Enge der Gassen und Architektur auf Sifnos und die Weite der Gedanken. Er wird geführt durch sechs Kabinetträume, die auf unterschiedliche Weise versuchen Antworten auf die Inselstruktur zu finden. Für mich sind es poetische Orte, die diese Ausstellung besonders wirken lassen.

Das Gestalten der menschlichen Umwelt ist für mich eine in die Existenz eingreifende Arbeit, die eine hohe Verantwortung voraussetzt, da wir Beziehungen beeinflussen, Gesundheit fördern und vieles mehr. Im Mittelpunkt steht der Mensch als späterer Nutzer der Räume. Er wird berücksichtigt mit all seinen Eigenschaften, Bedürfnissen, Aufgaben, Wünschen, Visionen und Zielen.

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Ausstellungsdesignerin Vivian Graé zu sehen in der Ausstellung „Sifnos …Poesie des Lichts“. Foto: Arne Bosselmann

Weitere Beiträge zur Ausstellung „Sifnos … Poesie des Lichts“ von externen Bloggern:
Sibylle Trost, Sifnos… Poesie des Lichts
Heinrich Bruns, Sifnos – Poesie des Lichts (Podcast)

 

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