Vom Nahen bis zum Fernen Osten – Eine musikalische Reise vom Iran nach Korea

Das Bibliotheksgespräch am Do 8. Mai | 18.30 Uhr

Ein Blogbeitrag von Sara Banihashemi und Dorothea Suh, Musikwissenschaftlerinnen 

Kennengelernt haben sich die Musikwissenschaftlerinnen Sara Banihashemi und Dorothea Suh auf dem 5. Doktoranden-Workshop des Center for World Music in Hildesheim. 

Für das Bibliotheksgespräch im Museum für Völkerkunde Hamburg möchten die Forscherinnen den Fokus auf noch unbekannte Aspekte ihrer Forschungsgebiete lenken.

Sara Banihashemi: Ich schreibe eine Dissertation über die Volksmusik der Provinz Gilan. Diese Provinz gehört zu den Provinzen des Iran, die über eine reiche Musikkultur verfügen und hat mich schon seit meiner Kindheit mit seiner wunderschönen Landschaft, der unterschiedlichen Volksgruppen und deren Sprachen und Kulturen fasziniert. Gilan ist der Wohnsitz der Volksgruppen Gilak und Galesh im Osten und Talesh im Westen.

Abbildung 1: Foto von Sara Banihashemi. Alborz Gebirge; Gilan.
Foto von Sara Banihashemi. Alborz Gebirge; Gilan
Abbildung 2: Foto von Sara Banihashemi. Ein kleines Landhaus; Siahkal, Gilan
Foto von Sara Banihashemi. Ein kleines Landhaus; Siahkal, Gilan

Diese Faszination und Begeisterung führte mich zu einer Forschung über die Volksmusik und seine Funktion im Alltagsleben der Volksgruppen von Gilan.

Abbildung 3: Foto von Sara Banihashemi. Hochzeit in Amlash, Gilan
Foto von Sara Banihashemi. Hochzeit in Amlash, Gilan

 

Pavillon vor dem National Museum Of Korea, Seoul
Bild von Dorothea Suh. Pavillon vor dem National Museum Of Korea, Seoul

Dorothea Suh: Was ist Pansori? Eine Oper? Theater? Gesang? Märchen? Erzählung? Will man Pansori, welches einen Teil der traditionellen Musik Koreas ausmacht, verstehen, muss man sich tiefer mit der Kultur, Literatur, Musik und Traditionen des Landes auseinandersetzen. Schon seit meiner Kindheit haben mich die fünf überlieferten Pansori fasziniert, der Witz und die Wortgewandtheit des Sängers, die mitreißenden Rhythmen des Trommlers und der enge Bezug der Musiker zum Publikum machten Pansori für mich zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Bildunterschrift: Pansori Sängerin und Trommler
Bild von Dorothea Suh. Pansori Sängerin und Trommler

Am Donnerstag, den 8. Mai berichten die beiden  Forscherinnen im kleinsten und schönsten Lesesaal der Stadt Hamburg über ihre musikethnologischen Feldforschungen. Sara Banihashemi erläutert einige der schönsten Musikinstrumente von einer der kleinsten Provinzen des Iran. Welche es sind, erfahren Sie beim Bibliotheksgespräch. Dorothea Suh wird die fünf verbliebenen Pansori vorstellen: Die Liebesgeschichte „Chunhyangga“, die Geschichte über Kindespflicht „Shimcheongga“, das Gleichnis vom guten und bösen Bruder „Heungboga“, die Tierfabel vom Unterwasserpalast „Sugungga“ und das Helden- und Kriegs-Epos „Jeokbyeokka“.  Lassen Sie sich überraschen! 

Weitere Informationen: www.ethnomusicology.de

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