Gastbeitrag: Einblicke in den Aufbau von RAURU, dem Versammlungshaus der Maori

Bereits vor einigen Monaten hatte ich, Sebastian Hartmann aus Düsseldorf, die Chance einen umfassenden Einblick in die Schätze des Museums für Völkerkunde Hamburg zu bekommen. Ich berate im Auftrag der Firma publicplan das Museum in Social Media-Fragen und habe dadurch auch öfters mal die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu blicken und Ausstellungsprojekte, die noch WIP – also „Work In Progress“sind – zu sehen. So auch vor 2 Wochen: RAURU, das Versammlungshaus der Maori, das gerade im Museum für Völkerkunde völlig überarbeitet wird und somit „neu entsteht“. Ich freue mich, einen Vorabeinblick bekommen zu haben, von dem ich folgend kurz als Gastblogger Bericht erstatten möchte.

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RAURU ist wirklich ein außergewöhnliches Projekt. Denn es gibt europaweit nur wenige Versammlungshäuser dieser Art. Es ist ein heiliger Ort des Volkes aus der Südsee, kunstvoll und handwerklichen Detail ausgearbeitet. RAURU entstand Ende des letzten Jahrhunderts und befindet sich nun schon seit 100 Jahren im Museum für Völkerkunde. Nun wurde in den vergangenen Monaten – vor allem von Experten aus Neuuseeland – das Maori-Versammlungshaus umfassend restauriert. Dafür wurden mit wochenlangem Einsatz und in akribischer Arbeit Holzschnitzereien vorgenommen und ausgebessert, das Dach neu geflochten, und und und. Das Ergebnis, das Meisterwerk der Maori, wird dann den Besuchern ab dem 7. Oktober 2012 präsentiert. Zu dem Zeitpunkt werde ich mir RAURU auch noch einmal genaustens anschauen und darüber berichten. (Wer sich vorab auf dem Laufenden halten möchte, dem empfehle ich einmal diesen Blog oder auch die Facebook-Fanseite, die schon voll und ganz auf RAURU eingestimmt ist.)

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Doch es gibt bereits jetzt etwas zu sehen. Und zwar ein paar Fotoschnappschüsse (leider hatten wir nur sehr wenig Licht, daher sind die Bilder auch nicht so gut..) von meiner Baustellen-Ortsbegehung bei RAURU mit den Mitarbeiter/innen des Museums.

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Viele wichtige Elemente wie die Schnitzereien oder die Flechtpaneele sind schon fertig, vieles aber auch noch nicht. So galt es während meines Besuches an manchen Stellen etwas die Fantasie spielen zu lassen, mir Gerüste weg zu denken, Lücken zu füllen und mir ein mögliches Gesamtbild vorzustellen. Dieses habe ich nun halbwegs im Kopf und werde es dann mit dem Endergebnis vergleichen.

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Ich freue mich schon sehr darauf! Denn nicht zuletzt ist das Gesamtprojekt ein großes Highlight, ein Alleinstellungsmerkmal vom Museum für Völkerkunde Hamburg. RAURU passt sich in die Architektur ein, kann innen von den Besuchern erkundet werden und wird mit vielfältigen Vermittlungsangeboten ein Herzstück des Südsee-Flügels mit vielen weiteren hochkarätigen Kulturobjekten und des Museums an der Rothenbaumchaussee an sich! Außerhalb Neuseelands gibt es kein vergleichbares Maori-Projekt.

Mehr zu RAURU, dem Volk der Maori und der Region rund um die Südsee: Demnächst auch auf meinem privaten Blog „BRAVE WORLD“, auf dem dieser Beitrag hier auch zu finden ist und wo ich noch ein paar mehr Bilder hochgeladen habe.

Viele Grüße, Sebastian Hartmann

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