Schatzkammer: Ostern im Museum

Man könnte denken, über Ostern ist nichts los in einer Museumsbuchhandlung, weil alle Menschen Ostereier suchen, verstecken und vergessen, wo sie versteckt sind.

Weit gefehlt.

Ostern gibt es eine kleine Gruppe widerspenstiger Buchhändler, die der festen Überzeugung sind, man könnte zu Ostern auch lesen. Gerne mit Schokoladenei – oder Marzipan oder Nougat oder Karamell. Nur aufpassen mit den Flecken!

Diese kleine Gruppe Revolutionäre (1 Buchhändlerin, 1 Mammut, 1 VoodooPuppe namens Trinity) hatte sich über Ostern im Museum verschanzt – und dachte, sie könnten in Ruhe lesen. Buchhändler lesen nämlich gern, was man gar nicht denkt, weil sie ja ständig Bücher gegen Geld eintauschen.

Besagte Buchhändlerin und Anhang machen es sich also im Laden bequem. Mit Kakao und einem „Ich-tue-so-als-würde-ich-arbeiten“-Gesicht. Aber besonders Ostermontag war das wichtig, denn Montags haben Buchhändler ja bekanntlich frei, allerdings nicht, wenn Ostermontag ist. Daher musste extra an das Arbeitsgesicht erinnert werden.

Problem: Es war nicht NICHTS los. Es kamen ständig Menschen vorbei. Und zwar solche, die auf der Suche nach Büchern waren! Die Revolutionäre konnten das anvisierte Buch nicht lesen, den Kakao nicht trinken und das Arbeitsgesicht nicht nur zum Schein machen – sie hatten aufeinmal GANZ VIELE Anhänger! Die österliche Leserevolution im Museum war ein voller Erfolg!

Fazit: Ostereier werden klassisch überbewertet. In der Schatzkammer wurden zur Osterzeit fast ausschließlich kalorienfreie Ostergeschenke verkauft. Solche mit Buchstaben und mit Freunden und manchmal auch mit Mammuts drin.

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