Portrait einer Ostereierkünstlerin

Eins

Mein Name ist Dagmar Laske, ich bin Künstlerin und Illustratorin und stelle dieses Jahr einige meiner Osterei-Kunstwerke auf dem 28. Norddeutschen Ostermarkt aus.

Mit dem Talent zum Malen begann ich 1983 die Lehre zur Porzellanmalerin in der Porzellanmanufaktur Meissen. Während der 4-jährigen Ausbildung erlernte ich alle Mal- und Zeichengrundlagen. Schon dort war die Liebe zum Detail ein Teil meiner Arbeit.

Mit viel Geduld, ruhiger Hand und feinen Pinselstrichen arbeitete ich schon damals mit Freude an Motiven aus der Natur und ihrer detailgetreue Wiedergabe. Heute veredele ich nicht nur weißes Porzellan mit kunstvollen Malereien, nein ich schrecke vor keiner Oberfläche zurück. So habe ich mich auch an das Ei herangetraut, um es mit zarter Bearbeitung dekorativ in Szene zu setzen. Mit Blumen in voller Blüte, mit Blattgrün und Vogelgesang läuten die frühlingshaften Eier leise den Frühling ein.

Beim Experimentieren mit der Malerei am Ei entwickelte sich dann etwas ganz Besonderes: das Ei im Ei. Ein Kunstwerk, das viel Fingerspitzengefühl verlangt.

Zwei

Das Ei im Ei besteht aus einem Gänseei und einem Entenei. Das Gänseei ist außen und hat eine dickere Schale. Dadurch ist es möglich das Ei aufzuschneiden. Es wird längs aufgeschnitten und eine Hälfte mit einem Fensterausschnitt versehen. Bevor die beiden Ei-Hälften mit viel Geschick wieder zusammengefügt werden, wird das innen liegende Enten-Ei bemalt. Zum Schluss bekommt das Außenei seine Bemalung.

Die Aussägung wirkt wie ein kleines Fenster mit dem Blick auf etwas Verborgenes.

Drei

Der Vorhang öffnet sich und man schaut auf eine kleine Bühne, auf der grazil die Ballerina tanzt.

Vier

Habt ihr Lust auf meine Kunst am Ei bekommen, so lade ich euch ein zum 28. Norddeutschen Ostereiermarkt im Museum für Völkerkunde vom 29. März bis 1. April oder zu einem virtuellen Rundgang durch mein Atelier unter www.madala.de.

Ich freue mich auf euch!

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