Adventskalender: Türchen 16 „Phantasie-Nomaden“

Passend zu unserer neuen Sonderausstellung „Brisante Begegnungen – Nomaden in einer sesshaften Welt“ öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus „Kleines abc des Nomadismus“, herausgegeben von Annegret Nippa.

Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?

Phantasie-Nomaden

Ein „auffälliges Erscheinungsbild“, das reicht schon, um Kannibale zu sein. So jedenfalls dachten wohl „antike Autoren über die Völker am Rande der bekannten Welt“. Strabon, ein griechischer Geschichtenschreiber, bezeichnete die Blemmyer noch als Nomaden am Nil – zwei Generationen später schuf Plinius das Bild der „kopflosen Menschenfresser“.

Was dem Menschen nicht bekannt ist, das macht ihm Angst und was ihm Angst macht, das verteufelt er. Entgegen diesen Vorstellungen bewirten die Nomaden jedoch ihre Gäste, die natürlich nicht gegessen werden.

(Zusammengefasst aus „Kleines abc des Nomadismus“, Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 160)

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