Adventskalender: Türchen 11 „Kamel“

Passend zu unserer neuen Sonderausstellung „Brisante Begegnungen – Nomaden in einer sesshaften Welt“ öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus „Kleines abc des Nomadismus“, herausgegeben von Annegret Nippa.

Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?

Kamel

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Nicht nur Esel dienen den Nomaden als Lastenträger. Die Beziehung zwischen Mensch und Kamel ist fast noch intensiver, schon allein die Aufzucht eines Kamels beansprucht lange Zeit. Kamelzüchter suchen oft tagelang nach einer geeigneten Weidefläche, doch nicht nur der „ökonomische Wert“ ist entscheidend. Kamele wurden oft als Prestigegabe bei Heiraten überreicht, Stammesanführer ließen sich sogar „in der Haut ihrer besten Reitstute bestatten“.

Heute fungieren Kamele eher als Attraktion für Touristen, man versucht, „die nomadische Kamelhaltung an die heutigen Bedingungen anzupassen“. Ein erster Schritt wurde dahingehend schon getan, Kamelmilch wird nach der Idee einer Nichtregierungsorganisation zu Speiseeis verarbeitet.

(Zusammengefasst aus „Kleines abc des Nomadismus“, Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 110)

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