Adventskalender: Türchen 5 „Esel“

Passend zu unserer neuen Sonderausstellung „Brisante Begegnungen – Nomaden in einer sesshaften Welt“ öffnen wir jeden Tag ein Türchen aus „Kleines abc des Nomadismus“, herausgegeben von Annegret Nippa.

Was sich wohl hinter dem heutigen Türchen verbirgt?

Esel

Störrisch und immer etwas hilflos aussehend, so kennen wir die Vierbeiner eigentlich. Doch hinter den langen Ohren verbirgt sich eine weitaus größere Bedeutung, als man erst glauben mag. Sogar Zimri-Lim, König von Mari, ritt auf Geheiß eines Präfekten lieber traditionell auf einem Esel statt einem Pferd, das damals als Luxusgut galt.

Pack-, Transport- oder Reittier, vor dem Kamel nahm der Esel diese wichtige Stellung ein, selbst für „rituelle Opferungen bei wichtigen Vertragsabschlüssen zogen die Amurriter am Mittleren Euphrat“ den Esel anderen Tieren vor.

(Zusammengefasst aus „Kleines abc des Nomadismus“, Herausgegeben von Annegret Nippa und Museum für Völkerkunde Hamburg, ISBN: 978-3-9812566-5-9, S. 68)

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