Ausstellung: Eröffnung von „Brisante Begegnungen – Nomaden in einer sesshaften Welt“

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Gestern wurde um 19 Uhr mit Gipsy-Swing des Café Royal Salonorchesters und Grußworten die neue Sonderausstellung Brisante Begegnungen – Nomaden in einer sesshaften Welt feierlich im Foyer des Museums für Völkerkunde eröffnet.

 Ab heute bis zum 20. Mai 2012 kann man an der Rothenbaumchaussee der Spur der Nomaden folgen. In einer regionalen Breite von Marokko bis Tibet, über einen Zeitraum von  5.000 Jahren lassen sich Geschichte, Hintergründe und Intentionen für das scheinbar Ruhelose der Nomaden nachvollziehen. Wir lernen Kulturen kennen, in denen das Umherziehen fest verankert ist, der „Weg als Ziel“ von Generation zu Generation weiter getragen wird und deren Fortbestehen auf Handel und Vernetzung beruht.

Dass das „Nomadische“ in uns allen verborgen liegt, wird einem beim Umherwandern durch die Nomaden-Stationen im Museum für Völkerkunde bewusst. Wie oft ziehen wir um, folgen Menschen in andere Städte und streben nach der ständigen Veränderung? Warum tun wir das? Und sind wir überhaupt vorbereitet auf den Status des ewigen „Großstadtnomaden“?

Es ist schön zu sehen, wie die lange und intensive Arbeit an dem Projekt „Nomaden“ der Universitäten Leipzig, Halle-Wittenberg und dem Museum für Völkerkunde Hamburg nun für die Besucher erlebbar geworden ist. Das Ergebnis lässt sich sehen, die Begegnung mit den Nomaden hält sicherlich noch die ein oder andere Überraschung bereit...

Julia Grosser, Assistentin Marketing und Presse

2011-11-17_19

Fotos: Arne Bosselmann/Anke Regdosz, Museum für Völkerkunde

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