Ausstellung: Die Nomaden sind da!

Mein Name ist Carl Triesch und ich arbeite hier im Museum für Völkerkunde Hamburg als Ausstellungsmanager.

Es ist Sonntagabend und der Aufbau der neuen Ausstellung „Brisante Begegnungen – Nomaden in einer sesshaften Welt“ geht weiter. Wenn die Eröffnung näher rückt ist es fast immer so, dass „durchgearbeitet“ wird. Trotz monate- oder jahrelanger Planung kann man manches einfach erst im letzten Augenblick machen. Man glaubt gar nicht wie viele Menschen wie viele Dinge tun müssen, damit am Ende eine Ausstellung dabei heraus kommt.

 An einer Stelle im Saal ist schon alles in Butter, denn die Buttermaschine ist an ihrem Platz – genau wie der Webstuhl. Hier legt Prof. Dr. Annegret Nippa, eine der beiden Kuratorinnen, selbst mit Hand an, damit der Webstuhl gebrauchsfertig und rutschfest aufgebaut wird. Am schwierigsten war es, die ganzen Fäden zu ordnen und diese Kunst ist auch beim Ausstellungsaufbau gefragt. Wissenschaftler, Designer, Restauratoren, Tischler, Schlosser, Maler, Grafiker, Drucker, Archivare, studentische Hilfskräfte, Reinigungskräfte, Aufsichten, Kuriere usw. müssen alle ihren Teil zur richtigen Zeit mit den anderen koordiniert erledigen.

An einer anderen Stelle sieht es noch so aus, als wäre gerade eine Gruppe Nomaden angekommen. Taschen, Jacken und Kartons liegen neben Zeltinnenwänden und Bögen. Ein Nomadenlager wäre aber viel schneller aufgebaut als die Ausstellung. Jetzt aber zurück in den Ausstellungssaal und weiter geht’s.

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