Lieblingsstücke: Heelah – der Stein-Rabe im Foyer

Vorgestellt von Julia Grosser, Assistentin Marketing und Presse

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An meinem ersten Arbeitstag im Museum hat mich der riesige Basalt-Rabe Heelah im Foyer begrüßt. Massig und doch irgendwie friedlich stand sie da und schien über das gesamte Museum zu wachen.
Nach der indianischen Kultur werden in Situationen, in denen eine wichtige Entscheidung ansteht, die Ältesten um Rat gefragt. Um sie anzurufen benutzen Indianer die heilige Pfeife. Als den indianischen Künstler David Seven Deers die Bitte aus Hamburg erreichte, das Museum für Völkerkunde bei der Ausstellung „Indianer Nordamerikas – Eine Spurensuche…“ zu unterstützen, bediente sich David dieses traditionellen Rituals, um zu erfragen, wie er in Hamburg helfen könne. Während des Gebets kam vom Bergkamm ein weiblicher Rabe auf David zugeflogen, landete auf seiner Veranda und riet ihm, nach Deutschland zu gehen, um zu helfen, und von ihr, Heelah, zu berichten.
Dass Heelah auf diese spannende Weise Teil unseres Museums wurde, versinnbildlicht für mich den Glauben an die Bedeutung von Traditionen und Kultur, den das Museum für Völkerkunde vermitteln will. Der Rabe ist ein Symbol der Freundschaft und der Verständigung und seine Geschichte zeigt, wie faszinierend es sein kann, sich für andere Kulturen zu öffnen.

Später habe ich erfahren, dass es Glück bringt, wenn man Heelah berührt. Das tue ich nun ab und zu und glaube ganz fest an ihre Kraft!

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